Enrico Pietracci, studierte an der Accademia di belle arti in Florenz, wo er mit dem Diplom in Buenenbild abschloss.
In Florenz und Mailand arbeitete er als Art Director im Bereich Mode und Werbung und fuerte Regie bei Modenschauen in Verbindung mit Tanz und Theater.
In der Redaktion eines Fernsehprogramms zu den Themen der Wirtschaft in Mailand war er Art Director und erstellte Illustrationen und Zeichentrickfilme.
Seit 1994 lebt und arbeitet in Berlin. Dort entwickelte er unter anderem Illustrationen fuer Zeitschriften, konzipierte und illustrierte CD-Rom fuer Kinder und wirkte bei der Ralisierung
von Zeichentrickfilmen in Babelsberg mit.

1998 begann er seine Taetigkeit als Freier Kuenstler. Diese zeichnet sich seit 2002 durch ein intensives Studium der weiblichen Figur aus, welches sich zu einem einzigartigen dynamischen Konzept des Austauschs zwischen den Kuenstler und dem Modell entwickelt hat.
Ziel dieses Konzeptes ist das Erreichen einer Syntese unterschiedlicher komplementaerer
Ausdrucksformen.

Diese Entwicklung hat zu einer Zusammenarbeit mit Schauspielerinnen und Taenzerinnen-Choreographinnen sowie Musikern gefuert. So ensteht die Moeglichkeit durch das Verbinden unterschiedlicher Kunstformen und deren Zusammenfuerung in einem Gesamtkunstwerk neue kreative Dimensionen zu erleben.

Auf die Phase der besonders starken persönlichen Einbindung und direkten Interaktion mit dem Anderen, folgt eine introspektive Phase der Weiterbearbeitung visueller Spuren, die in der performativen Phase entstanden sind. Eine neue, weitere Dimension der „Weiterbearbeitung“, des Gelebten und der Erinnerung entstand.
Die „Wiederentdeckung“ des umgebenden Raumes (Stadt) und der Spuren unzähliger anonymer Wesen (ihre Bewohner) die mit ihm interagieren, haben eine neue Phase der „ästhetischen Erforschung“ eingeleitet.
Inspiriert von detaillierten Analysen von auf den ersten Blick zufälligen und vergänglichen Bildern, die dem Umfeld mit Hilfe einer kleinen digitalen Filmkamera entnommen wurden, werden aus Fotogrammen herausgenommene Details in einer Art malerischem und zeichnerischem „blow-up“ neu interpretiert.
Persönliche Geschichten, die sich in anonymen privaten Familienfotos aus dem Sammelsurium einiger Kisten auf dem Flohmarkt widerspiegeln, sind eine ikonografische Exhumierung einer „privaten Dimension“ in konstanter Transformation. Eine Art urbane Archäologie, die malerisch übersetzt wird.

Enrico Pietracci  Valentina Tonelli
: Enrico Pietracci Valentina Tonelli